11.01.2018 - Vet's Corner 1/18

Aktuelle Publikationen: Für Sie gelesen

An dieser Stelle sollen in lockerer Folge einige aktuelle Publikationen im Zusammenhang mit der
Kälbergesundheit vorgestellt werden, die Sie gerne auch in der vollständigen Version herunterladen können.

Catry, B., Dewulf, J., Maes, D., Pardon, B., Callens, B., Vanrobaeys, M., Opsomeer, G., de Kruif, A.,
Haesebrouck, F. (2016): Effect of antimicrobial consumption and production type on antibacterial resistance in the bovine respiratory and digestive tract. PLoS One: e0146488).

Ziel einer von belgischen Kollegen durchgeführten Studie war es, die Beziehungen zwischen dem Antibiotikaeinsatz und der Entwicklung von Resistenzen im Verdauungs- und Atmungstrakt von Rindern
auf Milchvieh- und Mastbetrieben zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Korrelationen zwischen
dem Ausmass des Einsatzes der Antibiotika (auf Basis der Animal daily doses) und Resistenzen bei E. coli und Pasteurellaceae und unterstreichen die Bedeutung der Resistenzproblematik in Kälbermastbetrieben.

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Pinedo, P. J., De Vries, A. (2017): Season of conception is associated with future survival, fertility, and milk yield of Holstein cows. J. Dairy Sci. 100, 6631–6639.

Die metabolische Programmierung von Kälbern ist ein aktuell intensiv diskutiertes Thema. Schon
lange ist bekannt, dass die spätere Performance von Rindern durch die Bedingungen während der
Milchtränkeperiode massgeblich beeinflusst wird. Neue Ergebnisse aus den USA haben nun ergeben,
dass sogar die Jahreszeit, in der die Muttertiere trächtig wurden, über epigenetische Mechanismen
die Milchleistung der Nachkommen beeinflusst.

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Reschke, R., Schelling, E., Michel, A., Remy-Wohlfender, F., Meylan, M. (2017): Factors associated with colostrum quality and effects on serum gamma globulin concentrations of calves in Swiss dairy herds. J. Vet. Intern. Med. 31, 1563–1571.

Seit langem ist bekannt, dass die Kolostrumversorgung der neugeborenen Kälber absolut ausschlaggebend ist für die weitere Entwicklung der Tiere. Eine Studie von Kollegen an der Vetsuisse-Fakultät in Bern zeigt, dass trotzdem aktuell davon ausgegangen werden muss, dass nahezu die Hälfte der Kälber auf Milchviehbetrieben in der Schweiz keine ausreichende Versorgung erhalten. Die wichtigsten Tools zur Verbesserung ergeben sich aus diesen Untersuchungen.

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Van Driessche, L., Valgaeren, B. R., Gille, L., Boyen, F., Ducatelle, R., Haesebrouck, F., Deprez, P., Pardon,
B. (2017): A deep nasopharyngeal swab versus nonendoscopic bronchoalveolar lavage for isolation
of bacterial pathogens from preweaned calves with respiratory disease. J. Vet. Intern. Med.,
31, 946-953.

In dieser Studie wurden die bakteriologischen Ergebnisse der Probenentnahme mittels Tracheallavage
und nasopharyngealem Tupfer verglichen. Es wurden Kälber mit und ohne klinische Symptomatik
einer Kälbergrippe untersucht. Die Ergebnisse, dass die Resultate der bakteriologischen Untersuchung
bei der Tracheallavage aussagekräftiger und belastbarer waren.

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