30.06.2021 - DV KGD: Siegrist und Sigerist bilden weiterhin das Präsidium

An der ordentlichen Delegiertenversammlung des Schweizer Kälbergesundheitsdienstes KGD vom 25. Juni, standen nach den statutarischen Geschäften die Wahlen des Vorstandes, der Revisionsstelle sowie des Präsidiums an. Die Delegierten erhielten Einblick in das Tätigkeitsprogramm 2021 sowie in die Überführung des Angebotes in die neue Organisation Rindergesundheit Schweiz (RGS). Das Inputreferat von Prof. Dr. med. vet. Xaver Sidler zum Thema „Betreuung von Schweinebeständen: aktuelle und künftige Herausforderungen“ rundete das Rahmenprogramm ab.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel!“ begrüsste Präsident Fredi Siegrist die Delegierten. An der Delegiertenversammlung vom 25. Juni 2021 in Schönbühl stimmten die Delegierten des Schweizer Kälbergesundheitsdienstes KGD den statutarischen Geschäften zu. Der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2020 wurden einstimmig genehmigt und der Vorstand wurde entlastet. Einstimmig erfolgte die Wiederwahl des Vorstandes, der Revisionsstelle sowie des Präsidiums. Fredi Siegrist und Ruth Sigerist werden damit weiterhin die Geschicke des Vereins leiten.

Kundenzentrierung und Branchenkooperationen

Der KGD blickt insbesondere im Bereich Mitgliederwachstum, Ausbau der Aktivitäten in der Westschweiz und strategischer Partnerschaften auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In der Mitte des Jahres 2020 stand der KGD in der „Halbzeit“ des vom Bundesamt für Landwirtschaft finanzierten Ressourcenprojektes. Die Aufbauphase des Kompetenzzentrums sei innerhalb der ersten drei Jahre erfolgt, nun gehe es in diesem Jahr insbesondere um das Wachstum und einen effektiven Ressourceneinsatz für die mittelfristig finanzielle Tragbarkeit des Vereins, erläuterte Rebecca Scheidegger, Leiterin der Geschäftsstelle. Möglichkeiten für weitere Projektpartnerschaften mit Gönnern bestehen und zudem sei die eingeleitete Etablierung der KGD-/RGD-Anerkennung in der Branche ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Rindviehhaltung.

Im Jahr 2021 standen nebst weiteren Mandaten wie dem Bio Suisse Projekt die KGD-Tränker im Fokus. „Gewachsene Marktstrukturen seien schwer aufzubrechen - mit dem Konzept der KGD-Tränker haben wir eine Lösung erarbeitet und nun erprobt“, leitete Geschäftsführer Martin Kaske zum Pilotprojekt über. Die vielversprechenden Ergebnisse zum Projekt werden noch diesen Sommer kommuniziert.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden auch auf die geplante neue Kundenzentrierung des Angebots von KGD und RGD ab 1. Oktober in der neuen Organisation „Rindergesundheit Schweiz (RGS)“ hingewiesen. „Für viele Landwirtschaftsbetriebe entsteht so ein attraktives Beratungsangebot zum Nutzen unserer Nutztiere im Rindviehsektor“ so Präsident Fredi Siegrist. Gegemwärtig wird dafür ein „All-in-One“-Konzept für die Tierhalter erarbeitet.

Symbiose Bestandestierärzte – Tiergesundheitsdienste - Universitäten

Xaver Sidler, Leiter der Abteilung Schweinemedizin der Universität Zürich, berichtete über die historische Entwicklung von Tierhaltung, Transport, Umfeld und Konzentration der Schweineproduktion, die Gründe für Herdensanierungen, Sanierungsmethoden, die wichtigsten Erkrankungen und die Gesundheitsüberwachung des Schweinegesundheitsdienstes. Die Herausforderung der Antibiotikareduktion sei oftmals auch ein Treiber von Innovationen. Es entstehen dabei Konzepte und Massnahmen wie Gesundheitsprogramme zur gezielten Prophylaxe. Die Gesundheits-Plus-Programme (SUISANO/Safety plus) werden bereits ab Juli 2021 integraler Bestandteil der Einkaufsbedingungen aller Fleischhändler.

Was braucht es, um künftig gemeinsam die Tierhaltung weiterzubringen? Sidler betrachtet ein harmonisches Zusammenspiel der verschiedenen Akteure als erfolgsversprechend, wobei die Bestandestierärzte als Gesundheitsmanager und erste Ansprechpartner in Sachen Tiergesundheit fungieren sollten - das heisst auch Datenerhebung mit digitalen Erfassungsinstrumenten, Erkennen und Ansprechen von Risikofaktoren, Förderung der Biosicherheit, eine Intensivierung der Diagnostik, die Verantwortung für den korrekten Umgang mit TAM und die TAM-Besuche. Die Tiergesundheitsdienste sollen primär auf die Erarbeitung Evidenz-basierter Optimierungsprogramme fokussieren und Unterstützung für Bestandestierärzte bieten. Die Universitäten könnten dabei die Rolle eines Kompetenz- und Informationszentrums einnehmen.

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