20.12.2019 - Geburtsbetriebe: Wieso Mastkälber impfen?

Geburtsbetriebe: Wieso Mastkälber impfen?

Impfungen bilden eine wichtige Komponente in Präventionskonzepten. Kälber auf Geburtsbetrieben profitieren am ehesten von einer verbesserten Immunität gegenüber den typischen Erregern der enzootischen Bronchopneumonie. Deshalb wird die Impfung auch im Pilotprojekt KGD-Tränker zusammen mit anderen Faktoren empfohlen.

Die Wirkung von Impfungen basiert auf einer spezifischen, adaptiven Immunantwort basierend auf dem Kontakt des Organismus mit einem Antigen sowie auf unspezifischen immunmodulatorischen Effekten auf humorale und zelluläre Immunmechanismen. Die Impfung empfiehlt sich grundsätzlich für Kälber, die vom Geburts- auf den Mastbetrieb umgestallt werden. Diese profitieren am ehesten von einer verbesserten Immunität gegenüber den typischen Erregern der enzootischen Bronchopneumonie. Auch bei den eigenen Aufzuchtkälbern hat eine Impfung positive Effekte. Sofern aber Pneumonien bei diesen Tieren auf dem Geburtsbetrieb nur vereinzelt auftreten und die Rahmenbedingungen für die Aufzucht im Hinblick auf Belegungsdichte, Haltungssystem und Luftqualität zufriedenstellend sind, ist eine routinemässige Impfung nicht unbedingt erforderlich.

Impfung als Teil des Gesamtkonzeptes

Stets ist die Vakzination nur ein Teil eines Gesamtkonzeptes – allein durch Impfmassnahmen lassen sich Lungenerkrankungen nicht vermeiden. Deshalb wird die Impfung im Zusammenhang mit anderen spezifischen Massnahmen wie etwa der intensiven Tränke auch im Pilotprojekt KGD-Tränker empfohlen. Aktuell befindet sich beim KGD eine geblindete Feldstudie in Schweizer Kälbermastbetrieben im Abschluss, welches ein stringentes, Evidenz-basiertes Impfprotokoll für die spezifischen Rahmenbedingungen in der Schweiz untersucht. Damit sollen künftig noch gezielter Massnahmen für Schweizer Betriebe empfohlen werden können.

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