27.12.2021 - Suisse Tier 2021 - 

Der KGD zieht Bilanz

Am gemeinsamen Stand von Rindergesundheit Schweiz und dem Schweizer Kälbergesundheitsdienst herrschte reges Treiben: Einen Kaffee geniessen und dabei über die Kälbergesundheit oder andere Fragen diskutieren, fand bei den Besucherinnen und Besuchern grossen Anklang. Häufig besuchten uns Landwirtinnen und Landwirte, die bereits eine KGD-Beratung in Anspruch genommen hatten. Sie nutzten die Gelegenheit, sich kritisch über die umgesetzten Massnahmen und Erfolge zu äussern. Mit Hilfe von verschiedenen Merkblättern und Plakaten konnten Optimierungen gleich vor Ort besprochen oder mit auf den Weg gegeben werden. In den Gesprächen merkte man, dass die einziehenden Wintermonate zu erhöhten Herausforderungen führen.

Einerseits ist die Geburtenrate in der Schweiz in diesen Monaten am höchsten und somit sind viele Kälber zu betreuen, andererseits sind Jungtiere im Winter für Infektionskrankheiten besonders gefährdet. Dies ist nachvollziehbar, denn die Natur würde das Risiko von Jungtieren bzw. Geburten in kalten Jahreszeiten nicht eingehen. Der Magen-Darm-Trakt sowie der Atmungstrakt stellen beim Kalb heikle Bereiche dar und Erkrankungen beider Organsysteme sind häufig, wenn auch manchmal zeitlich versetzt. Verschiedene Prophylaxe Massnahmen, die Früherkennung und adäquate Behandlung einer Erkrankung sind die Schlüsselfaktoren für einen hohen Gesundheitsstatus der Herde. Auffällig war, wie oft das Thema Fütterung angesprochen wurde.


Der gemeinsame Stand vom Schweizer
Kälbergesundheitsdienst und Rinder-
gesundheit Schweiz

Sei es bei Kälbern selbst oder aber bei Kühen, deren Milchzusammensetzung und Milchqualität die Gesundheit des Kalbes beeinflussen können. Insbesondere bei Mutterkuhbetrieben spielt die Fütterung der Kuh eine zentrale Rolle. Erfahrungen zeigen, dass ein hoher Anteil von Grassilage ein Risiko darstellen kann. Unter anderem dann, wenn eine minderwertige Qualität bei der Grassilage vorherrscht: zu trocken, zu wenig Milchsäure, erhöhte Buttersäure, eine zu hohe Ammoniak-Fraktion usw. Es ist wahrscheinlich, dass unerwünschte Stoffe im Futter über die Milch ausgeschieden bzw. vom Kalb aufgenommen werden und seiner Gesundheit schaden.

Übrigens fand die Suisse Tier 2021 unter dem Thema «Umwelt und Nachhaltigkeit» statt. Im Zusammenhang mit der Tiergesundheit und dem Wohl der Tiere gibt es viele Spannungsfelder, die es zu betrachten und lösungsorientiert zu behandeln gilt. Womöglich wird es nicht ohne Kompromisse gehen, denn die Produktion einer ausreichenden Menge von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft steht oft in Diskrepanz zu gewissen Vorstellungen von Umweltschutz. Natürlich setzten wir uns dafür ein, dass die Inlandproduktion im Bereich Rind hochgehalten und die Tiere gesund sowie leistungsgerecht gehalten und gefüttert werden können. 

Wettbewerb

Der Wettbewerb zur Schätzfrage stiess bei Jung und Alt auf grosses Interesse. Viele Teilnehmer kamen der durchschnittlichen Tränkemenge eines ad-libitum getränkten Kalbes während der zweiten Lebenswoche mit ihren Antworten sehr nahe.

Herzliche Gratulation an die folgenden Gewinner! 

1. Preis: Gutschein für Hotel Alpenblick im Wert von CHF 300.– Sepp Amstutz aus Wolfenschiessen
2. Preis: Gutschein für farmy.ch im Wert von CHF 150.– Alex Salzmann aus Eggiwil
3. Preis: Gutschein für Landi im Wert von CHF 50.– Fiona Schreiber aus Wegenstetten

Die Gewinner des Wettbewerbs zum Thema Biosicherheit sind:

1. Preis: Bestandesbesuch mit Schwerpunkt Rinder- oder Kälbergesundheit Marc Vogt aus Diemerswil
2. Preis: Wohlfühlpaket für Kälber Beat Filliger aus Ufhusen
3. Preis: Gutschein für Landi im Wert von CHF 50.– Peter Voser aus Mettmenstetten

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