24.04.2019 - KGD-intern: Neue Vorstandsmitglieder und Verkleinerung Vorstand

KGD-intern: Neue Vorstandsmitglieder und Verkleinerung Vorstand

Der KGD hat sich innerhalb von 1.5 Jahren bereits zu einem kompetenten Ansprechpartner im Bereich der Kälbergesundheit etabliert. Der KGD-Vorstand wurde an der DV verkleinert und wird neu durch Hubert Gauderon und Wendelin Jud ergänzt. Mit neuen Partnerschaften, dem Aufbau des Kälbergesundheitssystems, der konzeptionellen Finalisierung des Gesundheitsprogramms „Gesundheitstränker“ sowie dem Ausbau des Netzwerkes der KGD-Tierärzte für die Bestandesbetreuung setzt der KGD 2019 seine Aktivitäten fort. Die Stärkung der Rindviehhaltung in der AP22+ sowie der TGDV sind wichtige Eckpfeiler, um einen professionellen Gesundheitsservice für Tierhalter gewährleisten zu können.

An der Delegiertenversammlung vom 12. April 2019 in Schönbühl stimmten die Delegierten des Schweizer Kälbergesundheitsdienstes KGD der Verkleinerung des Vorstandes zur effektiveren Zusammenarbeit zu. Fredi Siegrist wurde für eine weitere Amtszeit als Präsident des KGD gewählt. Der seit Vereinsgründung amtierende Vizepräsident Philippe Gruet übergab sein Amt neu der Nutztierpraktikerin Ruth Sigerist.
 

Schwerpunkte 2019

Der KGD wird im 2019 seine KGD-Tierärzte weiter fortbilden, um das schweizweite Netzwerk mit kompetenten Personen auszubauen. Ebenfalls will der KGD mit verschiedenen (Partner-) Veranstaltungen den Praxisaustausch unter den Tierhaltern fördern. Ein wichtiger Eckpfeiler stellt weiterhin die Stärkung der Partnerschaften insbesondere im Hinblick auf die Gesundheitsprogramme, deren Vermarktung und Positionierung, dar. In 2019 wird zudem in Zusammenarbeit mit Qualitas das Kälbergesundheitssystem (KGS) entwickelt, um die Wirksamkeit von Präventionskonzepte erfassen und auswerten zu können.


Tiergesundheitsbeiträge „Gesundes Nutztier“

Im Referat „AP22+: Hintergrund und Perspektiven der Tiergesundheit“ zeigte Sabine Vögeli, Fachbereich Produktionssicherheit und Tierernährung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), auf, dass mit den neuen anvisierten Direktzahlungen das Tierwohl vermehrt in den Fokus der Agrarpolitik rücken wird. Landwirte können von diesem zweistufigen Programm „Gesundes Nutztier“ profitieren, indem sie gemeinsam mit ihren Tierärzten den Betrieb weiterentwickeln und optimieren. Der KGD fungiert dabei als Partner und nicht als Kontrolleur: „Wir begleiten Landwirte mit praktikablen und betriebsspezifischen Massnahmen“, so Präsident Siegrist „die Möglichkeit, einen neutralen Dienst in Anspruch zu nehmen, kann Tierhaltern einen neuen Blickwinkel verschaffen.“ Die vorgesehene KGD-Anerkennung honoriert besonders gute Leistungen in der Kälberhaltung. Die damit verbundene Möglichkeit, an Gesundheitsprogrammen teilzunehmen, soll den KGD-Mitgliedern künftig auch auf dem Markt Vorteile verschaffen.


KGD fordert Stärkung der Rindviehhaltung in der TGDV

Tiergesundheitsdienste sind Selbsthilfeorganisationen, die insbesondere das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere fördern wollen. Die Grundlagen für deren finanzielle Unterstützung durch den Bund sollen nun vereinheitlicht werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb am 19. Februar 2019 die Vernehmlassung zur neuen Verordnung über die Unterstützung der Tiergesundheitsdienste (TGDV) eröffnet. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Meilenstein, dieselben Voraussetzungen und Konditionen für die Tiergesundheitsdienste in der Schweiz zu schaffen. Grundsätzlich wird von Seiten des Kälbergesundheitsdienstes die neue TGDV begrüsst. Es ist sinnvoll, dass ein einheitliches Anforderungsprofil und Finanzierungmodell für alle Tiergesundheitsdienste in der Schweiz etabliert wird. Das Rind ist makroökonomisch sowohl im Hinblick auf die Bruttowertschöpfung als auch den Produktionswert die mit Abstand wichtigste Nutztierart. Gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) wurde 2017 in der Schweiz Milch im Wert von 2.1 Mrd. CHF produziert sowie Rind- und Kalbfleisch im Wert von 1.4 Mrd. CHF – das entspricht 70 % des Produktionswerts der gesamten tierischen Produktion, der auf 5.0 Mrd. CHF geschätzt wurde. Diese hohe Bedeutung sollte sich auch in der Höhe der Unterstützung des RGD wiederspiegeln. Die Initiative der Rindermäster zur Etablierung des KGDs bringt zum Ausdruck, dass die Aktivitäten des RGD in der Vergangenheit als qualitativ und quantitativ nicht ausreichend eingeschätzt wurden. Seit vielen Jahren entfallen auf den RGD lediglich 23 % aller Bundesbeiträge für die TGDs. Die neue TGDV sollte eine der wirtschaftlichen Bedeutung des Rindes entsprechende Anpassung vornehmen – und dazu gehört zweifellos auch die Finanzierung spezifischer Sektionen wie z. B. des KGD.

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