18.12.2020 - Vet's Corner 12/2020

Guerri G, Vignoli M, Palombi C, Monaci M, Petrizzi L (2020): Ultrasonographic evaluation of umbilical structures in Holstein calves: a comparison between healthy calves and calves affected by umbilical disorders. J. Dairy Sci. 103, 2578-2590.

Diese eindrucksvolle Studie von italienischen KollegInnen wurde 2020 im Journal of Dairy Science publiziert. Ziel war es, die inneren und äusseren Nabelstrukturen bei Holstein-Kälbern während der ersten vier Lebenswochen zu untersuchen. Dabei wurden 17 klinisch gesunde Kälbern, 24 Kälber mit Omphaloarteritis und 22 Kälber mit Omphalophlebitis in die Studie einbezogen. Beginnend mit dem Tag der Geburt und anschliessend in wöchentlichen Intervallen wurden die Nabelstrukturen der Kälber jeweils klinisch und sonographisch Linearsonde, 7-10 MHz) untersucht. Zusätzlich wurde jeweils der Blutfluss mittels Farbdoppler erfasst. Die Studie erläutert das methodische Vorgehen bei der Untersuchung, die  hysiologischen Befunde in Abhängigkeit vom Lebensalter und typische Bilder für pathologische Abweichungen bei der Rückbildung des Nabels bzw. Entzündungsgeschehen der inneren Nabelstrukturen. 

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Verwilghen D, Busoni V, van Galen G, Wilke M. (2011): Investigation of the best suture pattern to close a stuffed Christmas turkey. Vet. Rec. 169, 685-686.

Nun sage noch einer, die Veterinärchirurgen würden nicht nach besonderen Herausforderungen suchen! In dieser randomisierten Studie wurde geprüft, wie sich ein gefüllter Truthahn chirurgisch am besten so verschliessen lässt, dass das Ergebnis nach dem Braten (180 °C, 2 Stunden) am besten aussieht. Jeweils drei Truter (mittleres Gewicht 3.56 kg) wurden nach dem Füllen entweder mit kontinuierlichen Nähten (und zwar entweder Lembert, Schmieden, Utrecht, Kürschner) oder mit chirurgischen Metallklammern verschlossen. Die Beurteilung der Naht erfolgte vor dem Braten, nach dem Braten und nach Entfernung des Nahtmaterials bzw. der Klammern. Es ergab sich ein eindeutiges Ergebnis: der Verschluss mit Klammern ergab nach dem Braten den kosmetisch besten Eindruck. Der Artikel endet mit dem schönen Satz: Wenn Sie diese Technik verwenden, können Sie beim Weihnachtsessen Ihre chirurgischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und Familie und Freunde besonders beeindrucken. Sie glauben nicht, dass das publiziert wurde? 

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